Zu viel Salz in der Nahrung kann den Blutdruck und damit auch das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und andere Erkrankungen. Zwar empfehlen Ärzte Patienten mit Bluthochdruck schon lange, den Salzkonsum einzuschränken, doch ist es diesen kaum möglich, den überhöhten Salzgehalt in vielen Lebensmitteln überhaupt zu erkennen. Die Industrie schlägt nämlich Profit aus diesen Mengen, weil der Körper Salz braucht und deshalb stets großer Appetit darauf besteht.
Die durchschnittliche Menge an Kochsalz, die man in Deutschland täglich zu sich nimmt, ist mit bis zu 12 Gramm doppelt so hoch wie es die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt.
Im Rahmen einer Marsflugsimulation konnte man nun ein Forschungsprojekt zu diesem Thema durchführen, um herauszufinden, wie sich der reduzierte Salzgehalt auf den Blutdruck auswirkt. Die Nahrung für die Raumfahrer wurde so zusammengestellt, dass der anfängliche Salzgehalt der Tagesration von zwölf auf zuletzt sechs Gramm sank. Dabei stellte man einen starke Auswirkungen fest, denn der Blutdruck sank auch bei gesunden Patienten deutlich. Wird Salz in der Ernährung reduziert, ist das also nicht nur von Bedeutung von Nieren- und Bluthochdruckkranken. Auch bei gesunden Menschen kann dies zur Vorbeugung von Herzinfarkt, Schlaganfall und Arteriosklerose dienen. Bisher glaubte man, die Nieren würden überschüssiges Salz einfach wieder abgeben, doch nun entdeckte man die Haut als Speicher, in der Immunzellen den Salzhaushalt regeln. Hier wird für abgelagertes Salz ein Stoff produziert, der dafür sorgt, dass die Lymphgefäße in der Haut wachsen. Daraus entsteht ein Kreislauf im Immunsystem, der scheinbar den Blutdruck regelt, denn über die erweiterten Lymphbahnen wird das überschüssige Salz dann abtransportiert.
Nimmt man zu viel Salz auf, kann dieser Mechanismus das jedoch nicht mehr ausreichend ausgleichen.
Derzeit bemüht man sich in der Forschung darum, einen unbedenklichen Ersatzstoff für das Natriumchlorid zu finden.