Forschung in Sachen Blutdruck

Bei einer klinischen Studie fand man nun heraus, das eine neuartige katheterbasierte Verödung der Nierennerven einer sichtbaren und nachhaltigen Senkung des Blutdrucks führen kann.
Dieses neue Verfahren einer minimal-invasiven Behandlung an den sympathischen Nerven zu und von den Nieren, kann effektiv zu einem niedrigeren Blutdruck bei den Patienten führen, die bisher mit Medikamenten nicht ausreichend behandelt werden konnten.
106 Patienten aus Europa und Australien, umfasste die Studie namens Symplicity-HTN-2, wobei die Universitätsklinik in Düsseldorf mit 20 Patienten, im Laufe der Studie die meisten mit diesem Verfahren behandelt hat. Bei denjenigen Patienten, die mit diesem Verödungskatheter behandelt wurden, hatten nach sechs Monaten eine Blutdrucksenkung von rund 32/12 mmHg vorzuweisen. Dagegen wurde bei den Patienten der Gruppe, die man allein mit der medizinischen Therapie behandelte, eine Erhöhung des Blutdrucks von etwa +1/0 mmHg festgestellt.
Bei früheren Studien konnte man bereits nachweisen, dass ein höherer systolischer Blutdruck um 20 mmHg, das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko mit tödlichen Folgen, innerhalb von 10 Jahren verdoppelt.
Der Direktor der Düsseldorfer Universitätsklinik, Prof. Dr. Lars C. Rum, hält die aktuelle Studie für einen wichtigen und großen Schritt in der Bluthochdrucktherapie. So gibt er sich erfreut darüber, nun über eine Methode zu verfügen, mit der den Patienten sicher geholfen werden kann, die sich durch Medikamente gegen Bluthochdruck nicht genügend therapieren lassen. Während der Studie traten keine schwerwiegenden Probleme mit dem Gerät oder Verfahren und auch keine Nierenkomplikationen auf. Allerdings weisen Ärzte auch darauf hin, dass dieses Verfahren derzeit noch nicht als Ersatz für eine Therapie mit Medikamenten gesehen werden darf. Ein Oberarzt der Klinik empfiehlt, dann mit dieser Methode zu behandeln, wenn etwa fünf unterschiedliche Blutdrucktabletten den Blutdruck nicht in den Bereich von 140!90 mmHG bringen können.